Buch des Monats Gunter Dueck: Aufbrechen!
Es geht um unsere Zukunft!
Indem er nicht müde wird, den Wert von Bildung und Kreativität hervorzuheben, nimmt Günther Dueck auch dem konservativen Leser die Angst vor der technisierten Zukunft. Denn der Technologe verliert sich nicht in blinder Begeisterung für das Neue, sondern zeigt, wie wir uns die Chancen der Moderne zunutze machen können.
Die Dienstleistungsgesellschaft stirbt, weil neue Technologien die Hälfte aller Jobs überflüssig machen. Die Überlebensperspektive für die Zukunft liegt in einer Hochbildungskultur - es ist unsere einzige Chance, sagt Wirtschaftsvordenker Gunter Dueck.
Die Diagnose
Den westlichen Gesellschaften drohen Elite und Slum: auf der einen Seite wenige hoch bezahlte Jobs in der Steuerung von Prozessen, auf der anderen Seite viele Menschen, die einen neuen Job suchen, aber keinen finden, weil sie nicht entsprechend (aus-)gebildet sind.
Die Chance
Auf die Agrar-, Industrie- und Dienstleistungskultur folgt die Wissenskultur: Brain-Jobs in IT-, Umwelt-, Medizin-, Gen-, Nanound Biotechnologie. Sie sind da. Es sind nur zu wenige.
Was wir tun müssen
Exzellenzgesellschaft meint Jobs für das Gehirn. Das muss trainiert werden. Von jedem. Keine Ausreden mehr: Jeder muss studieren!
Was der Staat tun muss
Die alte Klientelpolitik gehört in Rente. Unser Weg in die Exzellenzgesellschaft führt vom Subventions- zum Investitionsstaat, der die notwendige Infrastruktur von Wissen und Bildung bereitstellt. Superschnelle Datenhighways statt Fernstraßen.
Prof. Dr. Gunter Dueck ist Cheftechnologe bei IBM und leitet den Aufbau des Geschäftsbereiches ”Dynamische IT-Infrastrukturen“. Er studierte Mathematik und Betriebswirtschaft und war fünf Jahre Professor für Mathematik in Bielefeld. Dueck ist Fellow des amerikanischen Ingenieurverbandes IEEE und korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen.