Björn Lomborg

Björn Lomborg

Globaler Problemlöser

Björn Lomborg wurde vom "Time Magazine" zu einem der 100 einflussreichsten Menschen der Welt erklärt. Björn Lomborg ist der Organisator des Copenhagen Consensus, ein Kreis, in dem hochkarätige Experten die größten Herausforderungen unserer Zeit diskutieren, und Autor des umstrittenen Buchs "Apokalpyse no!"
Seit Jahrzehnten hören wir, dass die Menschen ihre Lebensgrundlagen zerstören: die Böden, die Meere und die Luft vergiftet, die Tiere vom Aussterben bedroht, der Mensch Opfer seiner eigenen Untaten. Viele stimmen in das Lied vom drohenden Untergang ein. Aber stimmen diese Prognosen mit der Realität überein? " Nein! " lautet die klare Antwort von Björn Lomborg.

Im längeren Trend betrachtet, hat sich die Lage für die Menschheit nicht verschlechtert, sondern deutlich verbessert, sagt der Statistiker Lomborg.

Für ihn beruhen diese Thesen von einer unaufhaltsamen Verschlechterung der menschlichen Lebensgrundlagen zum großen Teil auf selektiver oder schlicht falscher Nutzung von Daten. Der Autor dieses provozierenden Buches, selbst einst Umweltaktivist und Greenpeace-Mitglied, lehrt Statistik an der Universität Aarhus. Das Resultat seiner nüchternen Prüfung der großen Umwelt- und Wohlfahrtsfragen: im längeren Trend betrachtet, hat sich die Lage für die Menschheit nicht verschlechtert, sondern deutlich verbessert: Apocalypse No!

Björn Lomborg vertritt die These, dass bestimmte Interessenverbände wie Greenpeace, das Worldwatch-Institute oder auch die verschiedenen Organisationen der Globalisierungsgegner ein falsches Bild vom Zustand der natürlichen Umwelt zeichnen, um ihre politischen Forderungen zu legitimieren.

Dabei geht es nach Lomborg der Welt besser, als wir denken: " Das heißt noch lange nicht, das alles gut ist. Aber wir sollten unsere Haltung ändern und nicht so viel Spaß am Untergang haben. Wir sollten mehr Zuversicht haben und klug und kreativ in die Zukunft investieren, um unseren Enkeln eine bessere Welt zu hinterlassen."

So ist für ihn die Reduzierung der Treibhausgase sekundär, da sich eine mögliche Wirkung erst in 100 Jahren zeige. Zu 95 Prozent sei es die Infrastruktur in den überfluteten Katastrophengebieten, die Schuld sei. Zunächst müssen also Flußauen und Wälder angelegt werden, um den betroffenen Menschen schon im nächsten Jahr zu helfen.

Global denken, lokal handeln, lautet seine Devise. Und zuerst an die Menschen denken. Umwelt- und Klimaschutz wird die Menschen in den Urwäldern Brasiliens erst dann interessieren, wenn sie keinen Hunger mehr haben. Und erst dann werden sie mit der Rodung der Regenwälder aufhören.

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Aktuelle Veröffentlichungen

Björn Lomborg: Cool it!
Warum wir trotz Klimawandels einen kühlen Kopf bewahren sollten.
288 Seiten.
ISBN: 3570550656
EUR 12,95
Pantheon Verlag

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