Ulrich Weinberg

Ulrich Weinberg

Leiter der School of Design Thinking am Hasso-Plattner-Institut

The Sky Is Not The Limit – so könnte auch das Motto für die Studierenden der „School of Design Thinking“ am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam-Babelsberg lauten, die während ihres Studiums anhand praktischer Innovationsprojekte lernen, durch multidisziplinäre Teamarbeit Unmögliches möglich zu machen. Europas erste Innovationsschule lehrt die rund 40 Studierenden aller Fachrichtungen mit der „Design Thinking“ Methode innovative Produkte und Dienstleistungen für alle Lebensbereiche zu entwickeln.

Design Thinking ist eine neuartige Methode zur Entwicklung innovativer Ideen in allen Lebensbereichen. Entwickelt von David Kelley, dem Gründer der weltweit agierenden Design-Agentur IDEO, basiert das Konzept auf der Überzeugung, dass wahre Innovation nur dann geschehen kann, wenn starke multidisziplinäre Gruppen sich zusammenschließen, eine gemeinschaftliche Kultur bilden und die Schnittstellen der unterschiedlichen Meinungen und Perspektiven erforschen.

Nach diesen Prinzipien wird an der Stanford Universität in Kalifornien das Hasso Plattner Institute of Design, die „d.school“, mit großem Erfolg geführt. Die HPI School of Design Thinking in Potsdam arbeitet eng mit der d.school in Stanford zusammen. Die modernen Informations- und Kommunikationstechnologien stehen im Vordergrund. „Außerdem, so Weinberg, sehen wir Innovation nicht als Sache von einigen wenigen Mitarbeitern im Unternehmen sondern als tägliche Routine aller, die ein selbstverständlicher Teil der Firmenkultur wird.“

Die Potsdamer School of Design Thinking hat im Juli 2009 den Abschluss ihres zweiten Studienjahres gefeiert. 40 kreative Querdenker, die seit Oktober 2008 mit der Methode des Design Thinking im teamorientierten erfinderischen Entwickeln für alle Lebensbereiche ausgebildet worden waren, präsentierten ihre Innovations-Projekte unter dem Titel  "Activate!" und "Orchestrate!".

Unter anderem:

Ein neuartiges Kühlregalsystem für Milchprodukte. Es stellt die Verfügbarkeit von Ware mit ausreichendem Haltbarkeitsdatum sicher, kühlt stärker und verbraucht gleichzeitig weniger Energie als konventionelle Regale.

Die Idee einer Mehrzweckjacke als eine Art tragbare Privatsphäre. Das neuartige Kleidungsstück lässt sich stufenweise bis hin zu einem abschirmenden Zylinder entfalten, um Rückzugsmöglichkeiten inmitten einer Tagung zu bieten.

Ein mobiler Flachbildschirm in Lebensgröße, der geografisch getrennt voneinander wohnenden Menschen das Erleben klassischer Alltagssituationen erleichtern will – etwa beim gemeinsamen Kochen oder beim Vorlesen von Geschichten. Das Telepräsenzsystem ist für Nutzer von schnellen Internetanschlüssen gedacht.

Den Paketdienst der Zukunft für Innenstädte. Er funktioniert als soziales Netzwerk, bei dem jeder mit anpackt: Durch eine Kurzmitteilung auf dem Handy erfährt jeder Netzwerker, an welcher Stelle ein Päckchen zur Mitfahrt auf seiner gewählten Route wartet.


In Prof. Ulrich Weinbergs Vortrag wird Design Thinking und der D-School-Ansatz vorgestellt. Im Workshop kann man den neuen Innovationsansatz beim Projekt „Whose life is it?“ live erleben.

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